Grundlegendes

Das hier verwendete Beispiel geht von folgenden Annahmen aus:

  • Windows System
  • Es wird ein 8-Kanal-KarateLight Gerät verwendet
  • Die Anordnung der LED-Streifen ist 3x Oben, 1x Unten, 2x Links, 2x Rechts
  • Anschluss der LED-Streifen an die Verbinder am KarateLight-Gerät erfolgt so wie im Bild rechts dargestellt

Natürlich funktioniert DFAtmo auch mit dem 4-Kanal AtmoLight Gerät. Ein kurzer Abschnitt darüber befindet sich am Ende dieser Seite.

Schritt 1: Installation Treiber

Linux Nutzer müssen üblicherweise keine Treiber installieren. Das notwendige Kernel-Modul cdc-acm ist Bestandteil gängiger Distributionen.

 

Die Treiber für Windows befinden sich in der Datei 20120530_karate_driver_windows.zip welche in der Download-Sektion erhältlich ist.

Sind die Treiber korrekt installiert erscheint im Geräte-Manager ein neues Gerät. Wichtig ist es sich hier die Nummer des COM-Ports zu merken, diese ist im weiteren Verlauf der Installation noch notwendig.

Schritt 2: Installation XBMC

Zuerst muss XBMC installiert werden. Die Version 12.0 (Frodo) klappt leider nicht. Problemlos funktioniert XBMC 11.0 (Frodo) oder aktuelle Git-Versionen (ab 10.02.2013).

Herrunterladen kann man passende Pakete unter http://xbmc.org/download/.

Schritt 3: Installation DFAtmo

Windows-Nutzer können das Addon direkt von https://github.com/durchflieger/DFAtmo herrunterladen.  Die Datei dfatmo-xbmc-addon-win.zip laden und speichern.

 

Linux Nutzer müssen DFAtmo selbst compilieren. Dazu sind grob(!) folgende Schritte notwendig:

  • git clone https://github.com/durchflieger/DFAtmo
  • cd DFAtmo
  • make xbmcaddon
  • make xbmcinstall

Der letzte Befehl installiert das Addon direkt für den aktuell eingeloggten Benutzer. Wird dieser ausgeführt ist es nicht mehr notwendig die .zip-Datei über das XBMC-Menü zu installieren.

 

Nun kann das Addon direkt in XBMC installiert werden. Dies geht über die Menüs

  • System
  • Settings
  • Add-ons
  • Install from zip file

Hier die Datei dfatmo-xbmc-addon-win.zip auswählen und bestätigen.

 

Nun sollte die Meldung "DFAtmo: Addon enabled" erscheinen.

Schritt 4: Konfiguration des Zonen

Damit DFAtmo auch korrekt mit der Hardware kommunizieren kann müssen noch ein paar Einstellungen vorgenommen werden.

 

Den Konfigurationsdialog erreicht man über

  • System
  • Settings
  • Add-ons
  • Enabled Add-ons
  • Program Add-ons
  • DFAtmo
  • Configure

 

Als erstes sollte die Anzahl der Zonen (Areas) eingestellt werden. Gewöhnlich entspricht die Anzahl der Zonen pro Seite auch genau der Anzahl der LED-Streifen die dort angebracht sind.

Konfigurationsmenü 'Areas'
Einstellungen passend zum Beispiel-Bildschirm

Schritt 5: Konfiguration der Ausgabe

Nun muss man dem Addon noch erklären wie die Daten an das Steuergerät gesendet werden und welche Zone (also welcher LED-Streifen) an welchem Ausgabeport angeschlossen ist.

Dazu ist die Einstellung "Output Driver" und "Driver Parameter" notwendig.

 

Beim Feld "Output Driver" bitte 'serial' einstellen.

Der Wert bei "Driver Parameter" ist leider ein wenig komplizierter, da hier auch die Zuordnung der Zonen zu den LED-Streifen drin versteckt ist.

Wie man diesen Kauderwelsch versteht und eingibt ist im nächsten Schritt erklärt.

Schritt 6: Driver Paramameter

Da der Wert bei Driver Parameter sehr lange und kompliziert werden kann bietet es sich an diesen nicht direkt in XBMC sondern mit einem Texteditor (z.B. Notepad) zu editieren.

 

Dazu zuerst XBMC beenden, danach die Datei settings.xml suchen.

Diese befindet sich unter Windows im Ordner

"C:\Users\cpresser\AppData\Roaming\XBMC\userdata\addon_data\script.dfatmo".

Der erste Teil des Pfades ("C:\Users\cpresser") ist entsprechend mit dem Heimatverzeichniss des Benutzers zu ersetzen. Evtl. kann es notwendig sein geschützte und versteckte Verzeichnisse anzeigen zu lassen damit dieser Ordner auch im Explorer angezeigt wird.

 

Öffnen man die Datei settings.xml nun im Texteditor sollte man etwa das folgende sehen. Hier kann man nun halbwegs bequem die Einstellung 'driver_parm' verändern.

Diese lange Zeile setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen.

Als erstes steht der Port unter dem das System das KarateLight Gerät erkannt hat (siehe Schritt 1). Hier im Beispiel also COM2 (unter Linux /dev/ttyACM0).  Dies wird gefolgt von einem Kaufmannsund (&).

Als nächstes stehen ein paar feste Elemente. Diese sind unabhängig vom speziellen Setup immer gleich.

Der Hochkant-Strich (auch 'Pipe' genannt) findet man auf der Deutschen Tastatur links neben dem Ypsilon.

Danach kommt die Angabe über die Anzahl der Kanäle des Steuergeräts. Da hier die einzelnen Farbkanäle (Rot, Grün, Blau) gezählt werden ist eine Multiplikation mit drei erforderlich.

Der korrekte Wert ist also 24 für das 8-Kanal-Steuergerät

bzw. 48 für das 16-Kanal-Steuergerät.

Nun folgt für jeden Kanal eine Angabe darüber welche Daten (also von welcher Zone) dort dargestellt werden sollen.

Driver Parameter Farbdaten

Hier im Beispiel steht für den ersten Kanal

Gt1|Bt1|Rt1|
 
Die Codierung dieser Einträge setzt sich wie folgt zusammen:
  • zuerst die Angabe der Farbe welche ausgegeben werden soll (R=Rot, ...)
  • danach der Name der Zone (T=Top)
  • gefolgt von der Nummer der Zone (falls mehr als eine Zone pro Bildschirmseite vorhanden ist)

 

Entsprechend würde z.B. RL2 bedeuten 'Rot, zweite Zone links'.

 

Folgende Angaben für Zonen sind erlaubt:

  • T = top
  • B = bottom
  • L = left
  • R = right
  • C = center
  • TL = top left
  • TR = top right
  • BL = bottom left
  • BR = bottom right

 

Die Numerierung der Zonen hat Ihren Ursprung oben links auf dem Bildschirm (von hinten betrachtet also oben rechts!) und beginnt immer bei eins. Im Beispielbild aus dem ersten Abschnitt entspricht der Kanal Nummer 6 also der Zone "Left 2", der Kanal 7 der Zone "Right 1".

 

Jeder Block aus drei Elementen (die drei Grundfarben) beschreibt einen Kanal. Die Reihenfolge der Farben ist dabei immer Grün, Blau, Rot (G,B,R).

 

Damit das Steuergerät die Daten korrekt erkennt ist es zwingend notwendig das immer 8 (bzw. 16) Kanäle konfiguriert sind.

Das gilt vor allem wenn nicht alle Kanäle für LED-Streifen genutzt werden (z.B. nur 6 LED-Streifen angeschlossen sind). In diesem Fall müssen die unbenutzen Kanäle auch konfiguriert werden. Welche Daten dort ankommen spielt ja keine Rolle, weil keine LEDs angeschlossen sind. Dementsprechend bietet es sich an z.B. die Konfiguration des ersten Kanals für diese Kanäle zu kopieren.

Beispieldateien

Um trotz der komplizierten Konfiguration schnell einen Erfolg zu haben gibt es hier zwei Beispieldateien zum Download:

 

Das 8-Kanal-Setup ist das hier im Text vorgestellte Setup (3 Top, 1 Bottom, 2 Left, 2 Right), das 16-Kanal-Setup nur eine 'Kopie' des 8-Kanal-Setups, bei der die Kanäle 9-16 identisch zu 1-8 belegt sind.

Konfiguration AtmoLight Hardware

Für das AtmoLight ist Konfiguration prinzipiell identisch. Der Treiber kann wie im Artikel AtmoWin beschrieben installiert werden.

 

Der passende Driver Paramater für das normale vier Kanal Setup lautet

COM5&speed:38400&proto:255|0|0|15|Rc|Gc|Bc|Rl|Gl|Bl|Rr|Gr|Br|Rt|Gt|Bt|Rb|Gb|Bb
 
Wichtig ist hier im Gegensatz zum Beschreibung des KarateLights die zusätzliche Angabe "speed:38400".
 
Für andere Konfigurationen, z.B. zwei Zonen oben können die Kanäle auch wie oben in der Anleitung beschrieben konfiguriert werden. Dabei bitte beachten das hier immer 5 Kanäle (das Protokoll sieht einen Center-Kanal vor) konfiguriert werden müssen.

Abschließende Hinweise

Details zu den ganzen Optionen und Konfigurationsparametern können der Readme entnommen werden, welche sich direkt auf der Homepage von DFAtmo befindet.

 

Die Geschwindigkeit der Farbeffekte kann man über Filter konfigurieren:

Die Parameter des Combined-Filters haben folgenden Effekt:

  • Filter Smoothness regelt das Verhältniss wie stark die Farben vom aktuellen Bild die Ausgabefarbe beinflusst
  • Filter Length bestimmt wie lange Farbdaten aus der Vergangenheit berücksichtigt werden. Je größer der Wert, deswo weicher werden die Übergänge
  • Filter Threshold regelt wie stark sich das Bild ändern muss damit schlagartig auf die neue Farbe umgeschaltet wird (und dabei die Farben aus der Vergangenheit zu vergessen)